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Beschäftigte von Ryanair können jetzt auch vor deutschen Gerichten gegen ihren Arbeitgeber klagen

Liquet AssociatesArbeitsrechtBeschäftigte von Ryanair können jetzt auch vor deutschen Gerichten gegen ihren Arbeitgeber klagen

Der irische Billigflieger muss Arbeitsgerichtsprozesse künftig auch in den Ländern führen, in denen die Mitarbeiter stationiert sind!

#Arbeitsrecht in Frankfurt #Arbeitsvertag #Kündigungsschutz in Frankfurt #Ryanair

Bislang erkannte Ryanair nur irische Gerichte an und begründete dies damit, dass seine Flugzeuge irisches Territorium seien, unabhängig davon, ob sich auf einem internationen Flughafen anderer Länder befänden.

Laut eines aktuellen Urteils des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) muss Ryanair diese umstrittene Praktik beim Arbeitsrecht zukünftig zumindest in Teilen beenden. Die Richter entschieden, dass der irische Billigflieger zukünftig auch Klagen seiner Angestellten zu akzeptieren habe, welche diese bei ihren jeweiligen nationalen Gerichten einreichen. Weil Ryanair ein solches Vorgehen bisher zu verhindern versuchte und seine Arbeitnehmer auf den umständlicheren und teuren Weg über die irischen Gerichte verwies, hatten sechs Ryanair-Arbeitnehmer aus Belgien vor dem EuGH geklagt. Die belgischen Arbeitnehmer bekamen Recht. Das Vorgehen von Ryanair beschneidet die Rechte seiner Arbeitnehmer in unzulässiger Weise.

Demn Urteil des EuGH zu Folge können zukünftig auch deutsche Ryanair- Beschäftigte vor deutschen Gerichten gegen nachteilige Vertragsregelungen mit der Airline klagen. Dies zumindest dann, sofern sie das Gericht des Ortes anrufen, von dem aus sie den wesentlichen Teil ihrer Verpflichtungen gegenüber ihrem Arbeitgeber erfüllen

Urteil in den verbundenen Rechtssachen C-168/16und C-169/16 Sandra Nogueira u.a. / Crewlink Ltd und Miguel José MorenoOsacar / Ryanair
siehe auch die Pressemitteilung des europäischen Gerichtshof vom 14.09. 2017

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Rechtsanwalt Thomas J. Kowohl

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